Es war einmal…
Viele Wochen lang herrschte in der alten Mühle reges Treiben. Hammerklopfen, das Quietschen alter Schrauben, das Schaufeln von Sand – immer wieder hallten Geräusche durch die westliche Teilfläche des Gebäudes, wo fleißige Vereinsmitglieder mit Herzblut an den Vorbereitungen für die neue kulturelle Begegnungsstätte arbeiteten. Schon im Oktober 2022 berichtete der Vorstand in einem Informationsschreiben von diesem ehrgeizigen Vorhaben – und doch konnte man sich damals kaum vorstellen, welche Dimensionen die Arbeiten annehmen würden.
Mit Hingabe und Geduld wurde die Balkenlage aufgenommen, die morschen Holzbalken der alten Werkstatt abgetragen, die Gästetoilette Stück für Stück demontiert. Der Boden – ein Flickwerk aus Pflasterziegeln und Beton – verschwand und machte Platz für Neues. Meterweise Schubkarren voller Sand, Geröll und Kleiboden wurden verschoben, Stahlträger abgetrennt und abtransportiert. Selbst die historischen Außengussfenster mussten weichen: sorgsam ausgebaut, zur Kfz-Werkstatt Reents in Rechtsupweg gebracht, wo sie durch Sandstrahlen in neuem Glanz erstrahlen sollten.
Die Aufgangstreppe zur ersten Etage wurde kurzerhand provisorisch umgesetzt, sodass ein fast gespenstisch leergeräumtes Parterre entstand. Wer die Mühle kannte, konnte sie kaum wiedererkennen – ein vertrauter Ort, der plötzlich wirkte, als würde er selbst den Atem anhalten, gespannt auf das, was kommen sollte.






Dann endlich war der Moment gekommen: Die beauftragten Firmen rückten unter der Leitung von Architekt Ulrich Kersten an. Schritt für Schritt verwandelte sich der Bau in einen Ort der Begegnung und Kultur. Ende 2023 war es soweit – der dritte Bauabschnitt, das Herzstück unseres Projekts, war abgeschlossen.
Doch was viele vielleicht nicht wissen: Hinter den Kulissen bedeutete dieses Vorhaben auch eine große finanzielle Herausforderung. Unser gemeinnütziger Verein musste für jeden Förderbescheid in Vorleistung gehen – die eigentlichen Fördergelder wurden erst nach Fertigstellung und offizieller Abnahme ausgezahlt. Nur durch die Großzügigkeit zahlreicher Spenderinnen und Spender, durch kreative Veranstaltungen an der Mühle und durch das unermüdliche Engagement unserer Mitglieder und Freunde war es möglich, diese Brücke zu schlagen.




Am Ende bleibt mehr als nur ein fertiggestelltes Bauwerk: Es ist ein Zeugnis von Gemeinschaft, Ausdauer und der Kraft, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Unser herzlicher Dank gilt daher allen, die in irgendeiner Form an diesem Projekt beteiligt waren – sei es mit Muskelkraft, Ideen, Spenden oder einfach mit der Begeisterung für unser gemeinsames Ziel.